Freitag, 21. September 2012

Apples neuer Kartendienst von TomTom ist deutlich besser als die Presse behauptet

So viel wie über der neue Kartendienst für iPhone und iPad "Karten" wurde seit der Einführung von Street View nicht mehr über Landkarten und Navigation geschrieben. Ob Stern, Focus, Spiegel und Welt sowie die gesamte internationale Presse bekommen sie den Hals nicht voll über den neuen Kartendienst von Apple und TomTom und seine Schwächen zu jammern. Vor allen über einige 3D-Fehler in amerikanischen Luftbildern und fehlerhaften POIs wird hergezogen als wäre das ganze neue iPhone nichts mehr Wert. Was das aber mit den wirklichen Funktionen und Aufgaben des Kartendienst zu tun hat und wie gut oder schlecht diese sind, wird nicht geschrieben.

Unser erster Eindruck vom neuen Kartendienst war durchaus positiv. Die Karten sind umfangreicher als erwartet.




Negativ viel uns auf, dass die TomTom Karten von der Farbgebung der Umgebung schlecht sind. bebaute Flächen, Parks oder Felder sind in der gleichen Farbe. Nur selten sieht man Gebäude, hauptsächlich in Metropolen, was bedauerlich ist. Dafür haben die Karten sehr viele POIs wo man sämtliche Locations finden kann. Auch der Kölner Dom ist als Stecknadel, wie andere Sehenswürdigkeiten dargestellt. Selbst der Elektonikmarkt ist neben dem Supermarkt und der Schule in den Karten in einem sehr guten Layout als Stecknadel mit Beschriftung im 2D und 3D-Modus der Karten zu finden.

Der Kölner Dom ist im Gegensatz zu vielen Falschmeldungen in der Presse genauso schnell zu sehen wie im alten Kartendienst von Google. Der einzige Unterschied zum früheren Google Maps ist, dass man dort ein einfaches 3D-Modell des Kölner Doms eingezeichnet hat. Ansonsten sieht man den Dom genauso (viel zu spät) wie im neuen Kartendienst. Dies betrifft generell Sehenswürdigkeiten im In- und Ausland.

Alles in allen haben wir nur kleinere Fehler gefunden. Der Lehrter Bahnhof ist in der Tat der Berliner Hauptbahnhof und das Brandenburger Tor hat eine falsche Adresse, was aber uninteressant ist, da die Suchfunktion die Sehenswürdigkeit an der richtigen Stelle anzeigt. An dieser Sache muss TomTom, der Hersteller des Kartendienst arbeiten.




Das Highlight ist das kostenlose und gute Navigationssystem

Die Navigation funktioniert dagegen sehr gut und auch die Routenplanung war in Ordnung. Von Adresse zu Adresse ist die App sehr gut und bietet sogar alternative Strecken an. Im direkten Vergleich zu Skobbler (0,79 EUR) und Navfree (0 EUR) ist die Handhabung, Verständlichkeit und Streckenführung eine ganz andere Liga. Es hat alles Ähnlichkeiten mit der kostenlosen Navi-App Google Maps Navigation, für Googles Android Betriebssystem.




Alles in allen ein guter Anfang für einen neuen Kartendienst.

Endlich kann man und das auch noch kostenlos mit dem iPhone und iPad vernümftig navigieren. Keiner muss mehr viel Geld für gute Navi-Apps bezahlen.

Wenn die Kartensubstanz noch umfangreicher und verfeinert wird, so dass auch Fußgänger außerhalb von Metropolen oder auch beim Spaziergang im Park damit umgehen können, wird man schnell Google Maps auf dem iPhone und iPad vergessen. Die kleinen Bugs vor allen bei den 3D-Karten, die nicht berauschenden Satellitenbilder, worüber die Presse so ein Buhei drum macht, werden mit Sicherheit bald auch korrigiert. Dies alles ist aber nichts tragisches. Sie kommen gut ans Ziel und finden auch ihre Zieladressen und Locations. Es ist scheinbar unsere Gesellschaft, die für 0 Euro nicht den Hals voll kriegt und schier geniales und fehlerfreies schon ab Version 1.00 erwartet.

Bezüglich Apple ist aber noch eines zu sagen. Es kann nicht sein, dass dieser Kartendienst nicht mehr für iPad 1 verfügbar ist. Das Gerät ist gerade mal 2,5 Jahre auf dem Markt. Andere Navi-Apps laufen auf dem iPad 1 sehr gut.

1 Kommentare :

Astra hat gesagt…

Wenn man will, kann man Apple an allem die Schuld geben

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